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Eine Neue Dimension; Geist und Psyche
- psychologisch und psychotherapeutisch relevante Aspekte des Tibetischen Buddhismus -

Eine neue Dimension; Geist und Psyche - psychologisch und psychotherapeutisch relevante Aspekte des Tibetischen BuddhismusDer Autor ist klinischer und persönlichkeitstheoretischer Diplom-Psychologe - Jahrgang 1951. Unter anderem arbeitete er in der universitären Forschung zum Thema Persönlichkeitspsychologie und Diagnostik. Seit zehn Jahren studiert er zudem die Philosophie und Psychologie des Tibetischen Buddhismus. Dazu erlernte er zunächst die tibetische Schriftsprache an einem Institut in Kathmandu/Nepal, das unter der Leitung eines anerkannten tibetischen Gelehrten - eines sog. Khenpo - steht. Anschließend studierte er buddhistische Logik, Philosophie und Psychologie gemäß der Mahayana-Tradition an zwei Instituten in Nepal und Indien - dem Marpa Institute for Translators in Kathmandu/Nepal und dem Karmapa International Buddhist Institute [KIBI] in New Delhi/Indien. Bei seinen Studien ging er vor allem der Frage nach den Berührungspunkten und den Gegensätzen zwischen Buddhismus einerseits und der Psychologie [insbesondere Persönlichkeitspsychologie] sowie den verschiedenen Formen der Psychotherapie andererseits nach.

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Das Sachbuch mit dem ausführlichen Titel "Eine Neue Dimension; Geist und Psyche - Psychologisch und psychotherapeutisch relevante Aspekte des Tibetischen Buddhismus." analysiert die Zusammenhänge zwischen dem Mahayana-Buddhismus, wie er in der tibetischen Tradition überliefert wird, und zeitgenössischen Thesen der modernen Psychologie. Es ist sowohl als modernes Kompendium der zentralen Themen des Tibetischen Buddhismus als auch als ein Werk, das Leser mit einem psychologischen Hintergrund ansprechen soll, sich mit dem im Buddhismus tradierten Menschenbild auseinanderzusetzen, konzipiert. Das Buch ist in einer teils buddhistischen, teils psychologischen Fachsprache verfaßt, die jedoch durchweg allgemeinverständlich bleibt.

nach obenAngesichts des zunehmenden Interesses insbesondere in der psychotherapeutischen Fachwelt, wie es sich in den entsprechenden Beiträgen auf Fachtagungen und Symposien widerspiegelt, ist eine Publikation zu dieser Thematik lange überfällig. Insbesondere bei den psychologischen Praktikern, aber auch bei Vertretern der verschiedenen Heilberufe, die mangels praktikabler Alternativen hinsichtlich psychischer Problematiken immer noch auf das psychoanalytische Krankheitsmodell zurückgreifen müssen, besteht ein zunehmender Informationsbedarf über die Methoden einer buddhistisch orientierten Therapie, der weder von den Vertretern der verschiedenen esoterischen Strömungen noch von nur unzulänglich buddhistisch vorgebildeten Autoren/Trainern befriedigt werden kann.

Der Autor Albrecht Frasch möchte in seinem Sachbuch keine neue Therapieform vorstellen; vielmehr leistet er analytische Grundlagenforschung in dem Sinne, als er zunächst einmal herausarbeitet, worum es sich beim menschlichen Geist, der doch den Erfahrungskern sämtlicher dem Individuum widerfahrender Ereignisse ausmacht und der letztlich auch die Instanz darstellt, die einer psychotherapeutischen Behandlung ausgesetzt wird, tatsächlich handelt. Zu diesem Zweck werden buddhistische und psychologische Systematiken einander gegenübergestellt: Zunächst einmal wird die Funktion der Gefühle aus dem Blickwinkel der buddhistischen Erkenntnistheorie präsentiert. Sodann werden unterschiedliche Typen von Gedanken voneinander abgegrenzt, und als Eckpfeiler der psychischen Organisation wird der Wahrnehmungsprozeß aufgeschlüsselt. Eine detaillierte Darstellung der sog. psychischen Funktionen vertieft die Sichtweise vom menschlichen Bewußtsein.

nach obenIn den folgenden Kapiteln werden buddhistische Fachtermini, die immer wieder Anlaß zu Vorurteilen und Mißverständnissen geben [beispielsweise Karma oder Inkarnation], in einen psychologischen Zusammenhang gestellt und dadurch von jeglicher obskuren Esoterik abgegrenzt. Im Anschluß daran wird aus buddhistischer Sicht die Entstehung psychischer Erkrankungen und die verschiedenen Methoden, mittels derer jene abgemildert und idealerweise überwunden werden können, geschildert. Im letzten Teil dieses Buches wird die buddhistische Auffassung von der Beschaffenheit des menschlichen Bewußtseins der Arbeitsweise und den Erkenntnissen der Entwicklungspsychologie, der Differentiellen Psychologie und der Psychoanalyse gegenübergestellt, und mögliche Berührungspunkte zwischen Buddhismus und Psychotherapie werden herausgearbeitet. Die Lektüre dieses Buches trägt sicherlich dazu bei, das Verständnis davon, was unter dem Menschen bzw. dem Menschlichen zu verstehen ist, und mit welchen Mitteln Menschen ihre Existenz optimieren können, spürbar zu erweitern.

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  Leseproben:  
 Aus dem Vorwort   Seite 23f   Seite 249ff 

 

 

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