Tashi Verlag
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Buddhistische Gebetskarten

Die buddhistischen Gebetskarten sind im A6-Format und durchsichtig laminiert - d.h. sie sind knickfest und verschmutzen auch bei intensiver Nutzung nicht. Sie können problemlos ohne Hülle transportiert werden (beispielsweise in der Hemd- oder Blusentasche), was den Vorteil hat, daß man sie mehrmals am Tag rezitieren kann, wodurch die schwierigen tibetischen Texte zunächst rasch aussprechen und bald darauf auch auswendig rezitieren kann.

Diese Karten sind zudem repräsentativ, d.h. sie eignen sich hervorragend als kleines Geschenk für Dharmafreunde.

Auf der Rückseite jeder der Karten sind der Zweck der entsprechenden Darstellung, eventuell Historisches, sowie - unverzichtbar - die Ausspracheregeln der tibetischen Transliteration im Deutschen aufgeführt.

Jede Karte kostet 2,50 EUR.

(Ein Klick auf die Bilder öffnet eine Galerie mit Großansichten.)

7 Zeilen Gebet

1. Bitte an Guru Rinpoche in 7 Zeilen:

Zweck des 7-Zeilen-Gebets an Guru Rinpoche

Dieses sog. ‚Vajra 7 Zeilen-Gebet‘ trägt auch den Titel ‚weißer Lotus‘. Es wird angewendet, um Guru Rinpoches sofortigen Schutz in einem Moment und seine unmittelbare Hilfe bei der Erfüllung unserer Wünsche zu bewirken. In Tibet wurde dieses Gebet traditionellerweise drei Mal vor jeder anderen Rezitation, Meditation, vor jeder religiösen Aufführung oder sonstigen Zeremonie rezitiert. Viele Praktizierende rezitieren dieses Gebet viele Hundertausende von Malen in ihrem Leben, verwenden es als ihr hauptsächliches Gebet, rezitieren es mit jedem Atemzug, ihr ganzes Leben lang.

Herkunft:

von Mipham Rinpoche (1846-1912) notiert und mit einem ausführlichen Kommentar versehen, wurde das Gebet ursprünglich von einer Dakini an die Versammlung der Mönche von Nalanda gegeben, und nachdem diese eine große Opferzereminie durchführten und dabei dieses Gebet rezitierten, kam Guru Rinpoche in einem Augenblick herbei und stand ihnen bei.

Guru Rinpoche Gebet

2. Gebet um Schutz an Guru Rinpoche:

Zweck des Gebets:

Dieses Gebet dient der Anrufung Guru Rinpoches und der Bitte um seinen Schutz besonders in Zeiten, in denen das ganze Land Tibet leidet. Wem es ein Anliegen ist, dem tibetischen Volk in Zeiten politischer Unterdrückung und schlimmster Verletzung der Menschenrechte unter der chinesischen Besatzungsmacht beizustehen, der sollte dieses kurze Gebet in seine täglichen Rezitationen aufnehmen.

Herkunft des Gebets:

Dieses Gebet entstammt dem Text ›Buch der sieben Kapitel von Gebeten‹, der von Guru Rinpoche (tib.) bzw. Padmasambhava (skrt.) selbst verfaßt worden ist.

 

Guru Rinpoche

3: Gebet an Guru Rinpoche, das alle Hindernisse schnell entfernt:

Dieses Gebet ist für den Anlaß gegeben worden, daß viele Wesen beispielsweise unter Kriegen oder Naturkatastrophen zu leiden haben. In diesen Fällen hilft Guru Rinpoche, der Schützer der Buddhistischen Lehre, besonders rasch.


Vajrakilaya Praxis

4. Die kurze Vajrakilaya-Praxis:

Zweck der kurzen Vajrakilaya-Praxis:

Die Praxis auf Vajrakilaya bewirkt den Nutzen aller Wesen und erhält den Weltfrieden aufrecht, kontrolliert und entfernt also Hindernisse innerer wie auch äußerer Natur. Vajrakilaya (tib.: Dorje Phurba) ist eine geflügelte dunkelblaue zornvolle Gottheit, deren charakteristisches Werkzeug der Phurba (sanskrit: Kilaya; siehe Abbildung) bzw. ein dreiseitiger Ritualdolch ist. Die Gottheit wird in allen vier Schulen des Tibetischen Buddhismus praktiziert und gilt als überaus kraftvoll. „Die Meditationsgottheit Vakrakila ist ein zornvoller Ausdruck von Mitgefühl und Weisheit. Der Praktizierende nimmt die unbezwingbare Haltung von Vajrakila ein (d.h. visualisiert sich leicht nach rechts geneigt) und benützt Geschick und Fähigkeiten von Meditation und Ritual, um die Geistesgifte von Zorn, Begierde, Ignoranz, Eifersucht und Stolz vollkommen zu reinigen. Wenn diese inneren Gifte entfernt sind, werden auch deren äußere Widerspie- gelungen wie Feinde, Krankheiten und die schlechten Umstände der gewöhnlichen Erfahrungen entfernt.“ Chagdüd Tulku in »Der Herr des Tanzes«
Herkunft:

Der ‚Schatz‘, dem diese kurze Praxis entstammt, wurde von dem Schatzfinder Chogyur Lingpa gefunden, der ihn an den 14. Gyalwa Karmapa weitergab. Guru Rinpoche erlangte seine Verwirklichung zwar durch das Praktizieren auf Khorlo Demchog (skrt: Chakrasamvara), aber er praktizierte zunächst Vajrakilaya, um seine Hindernisse und Verschleierungen zu reinigen.

Dewachen Gebet

5. Das kurze Dewachen-Gebet:

Zweck des vorliegenden Gebetes ist es, seine Wunschkraft auf eine Wiedergeburt im Reinen Land von Buddha Amitabha 'Dewachen' auszurichten. Hingabe und Vertrauen in die Möglichkeit einer solchen Wiedergeburt bewirken, daß man tatsächlich dort wiedergeboren wird und sich in diesem Reinen Land zur vollen Erleuchtung weiterentwickeln kann.

Amitayus Mantra

6. Das lange Amithayus-Mantra:

Bei diesem Mantra handelt es sich um das Mantra der 108 Namen des langen Lebens. Der, welcher dieses Mantra schreibt, liest oder es berührt, wird 100 Jahre leben und ein blühendes Leben haben. Er wird nicht in den 3 niederen Bereichen wiedergeboren werden und auch nicht an einem Ort, an dem man nicht die Möglichkeit hat, den Dharma zu praktizieren. Ein Mal dieses Mantra zu rezitieren ist genauso verdienstvoll wie die Abschrift der 84 000 Belehrungen des Buddha. Alle schädlichen Handlungen sowie die 5 Handlungen unermeßlicher Folgen werden dadurch gereinigt, selbst wenn sie so groß wie der Berg Meru wären. Böswillige Geister aller Arten, ja selbst die Menschenfleisch fressenden Rakshas, können einem nichts mehr anhaben. … Es wird gesagt, daß all dies für denjenigen zutrifft, der keine Zweifel hat.

So sagte der Buddha: „Selbst wenn der Raum verschwände, die Realisationen der Mantras verschwänden nicht.“ Diese Vorteile und Qualitäten werden sich manifestieren, aber der Moment, in dem sie erscheinen, hängt von unserem Glauben, unserem Vertrauen, unserem Wissen und unserer Ausdauer ab. … Wenn man also die Mantras so oft wie möglich rezitiert, wird ihr spiritueller Einfluß ihren Nutzen und ihre Qualitäten ab dem Erreichen des Pfades der An-sammlung manifestieren (Kalu Rinpoche am 6. Januar 1983 in Frankreich, zitiert aus der sog. ›Mantrensammlung‹).

Guruyoga Karmapa

7. Ein kurzes Guruyoga auf den Wurzellama Karmapa:

Diese außerordentlich kondensierte Praxis gestattet es dem Praktizierenden, seinen eigenen Bewußtseinsstrom mit dem erleuchteten Bewußtseinsstrom des Karmapa zu verschmelzen und sich so für seine eigene spirituelle Entwicklung den ungeheuren, unfaßbaren Segen des Karmapa zunutze zu machen. Diese Praxis sollte nicht ohne LUNG und weiterführende Instruktionen durch einen dazu authorisierten Lama praktiziert werden, wie sie in den Zentren der Kagyü-Linie erhalten werden können.

Widmung VS

8. Widmungsgebet:

Jede spirituelle Praxis, d.h. jede Meditation, jedes Gebet, jede positive Handlung sollte dem Wohl aller Wesen gewidmet werden, um so das Verdienst, das dadurch erworben worden ist, unendlich zu machen, wodurch sich die eigene Praxis ungeheuer intensiviert.

Langlebensgebet

9: Langlebensgebet für S.H. den 17 Gyalwa Karmapa Urgyen Trinle Dorje:

Zweck von Langlebensgebeten:

Langlebensgebete für verwirklichte Meister werden im tibetischen Bud-dhismus traditionellerweise rezitiert, um die selbstlose Wunschkraft vieler Tausender und noch mehr Menschen zu bündeln, um dadurch das Leben die-ser Meister tatsächlich zu verlängern. Es ist die Selbstlosigkeit der Wünsche (indem man eben aus einer edlen Motivation heraus etwas für andere wünscht), die bewirkt, daß Wünsche tatsächlich in Erfüllung gehen.

Wer ist der Karmapa:

Der 17. Gyalwa Karmapa Urgyen Thrinle Dorje ist der Linienhalter der Karma Kagyü-Linie - einer der vier großen Unterschulen des Tibetischen Buddhismus. Er gilt als einer der hächstverwirklichten spirituellen Wesen auf diesem Planeten.

Herkunft:

Das Wunschgebet wurde vom 12. Gyaltsab Rinpoche verfaßt. Es ist die Kurzform eines ausführlicheren 12-zeiligen Langlebensgebetes.

Usnisha Mantra

10: Ushnisha-Mantra:

In einem alten Text heißt es: Während 100 000 Kalpas wird man den Titel eines Weltenherrschers tragen. Wenn man an bestimmte Lebewesen denkt und dabei das Mantra 7 Mal oder 5 Mal täglich rezitiert, werden diese Lebewesen im Reinen Land der Großen Freude ‚Dewachen‘ oder im Reinen Land vollständiger Freude wiedergeboren werden. Wenn man das Mantra rezitiert und auf Sand pustet, und wenn man diesen Sand auf Leichen, auf Knochen oder auf einen Friedhof streut, dann werden sogar diejenigen, die ihre Gelübde nicht gehalten haben, und auch diejenigen, die sich gerade in niederen Zuständen befinden, befreit werden, wenn sie durch den Schatten eines Stupa schreiten.

Wenn man es rezitiert und ein Muschelhorn bläst, werden alle, die diesen Ton hören, befreit. Wenn man das Mantra über einem Sandelholz rezitiert und dieses anschliessend verbrennt, wird der Geruch epidemische Krankheiten verhindern, und man wird gegen Diebe und wilde Tiere geschützt. Wenn man Kleidung über den Sandelrauch stellt, werden sich die schädlichen Handlungen und Verschleierungen ihres Trägers erschöpfen. Wenn man das Mantra 100 000 Mal rezitiert, wird man, so heißt es, auf die Bodhisattva-Ebene genannt ‚von wo man nicht mehr zurückfällt‘ gelangen.

Hygiene-Achtsamkeit

11: Mantras für das Benutzen der Toilette:

Warum sollte es zweckmäßig sein, beim Benutzen der Toilette Mantren zu rezitieren?

Wir westlich sozialisierte Menschen können zunächst einmal den Sinn und Zweck des Rezitierens von Mantren beim Benutzen der Toilette nur schwer nachvollziehen, vor allem da uns dieser Vorgang nur in Grenzen hygienisch und deshalb kaum in irgendeiner Weise als mit religiös-spiritueller Aktivität vereinbar erscheint. Geht man allerdings davon aus, daß es im Raum um uns herum eine unvorstellbare Vielzahl von entweder nicht im uns vertrauten Sinne mit einem Körper ausgestatteter Wesen sowie beinahe ebensoviele Mikroben und Kleinstlebewesen gibt, die von unseren ‚Abfallprodukten‘ leben, dann wird verständlich, daß es Sinn macht, beim Benutzen der Toilette Mantren zu rezitieren: Man spricht also die umseitig beschriebenen Mantren, um auch all diese Wesen in Verbindung mit dem heiligen Dharma zu bringen!

Wunschgebet Tenga Rinpoche

12: Tenga Rinpoches Wunschgebet:

Zweck von Tenga Rinpoches Wunschgebet

Tenga Rinpoche hat dieses Wunschgebet im Jahre 2000 komponiert und an seine Schüler gegeben, damit jene als Sangha gut zusammenhalten, und damit sie sich unter seiner Anleitung so schnell und so weit wie möglich spirituell entwickeln mögen.

Tischgebet

13: Gebet zur Darbringung von Speise - Tischgebet

Zweck des Gebets zum Opfern von Speise:

Traditionellerweise wird die Speise, die man verzehrt, den Drei Juwelen Buddha, Dharma und Sangha gewidmet bzw. geopfert. Dazu macht man mit gefalteten Händen dieses Gebet und visualisiert in der eigenen Kehle als Verkörperung der Drei Juwelen einen Buddha. Wenn man nun die Speise herunterschluckt, stellt man sich vor, daß deren reine Essenz den Buddhas der drei Zeiten und 10 Richtungen als Opfer dargebracht wird. Dies tut man deshalb, weil man durch diese Visualisierung - d.h. durch das Heben des gewöhnlichen Vorgangs der Nahrungsaufnahme auf eine reine Ebene - spirituelles Verdienst ansammelt, wodurch man seine weitere spirituelle Entwicklung beschleunigen wird.

Stupa Schutzmantra

14: Stupa Schutzmantra

Was ist eine Stupa?

Stupa (skrt; tib: mchod rten; sprich Chörten) werden tausende von Monumenten genannt, die über das ganze buddhistische Asien verteilt errichtet wurden, um Reliquien aufzunehmen, heilige Plätze zu markieren, oder um an Ereignisse von großer Bedeutung zu erinnern.

Buddha-Statuen gibt es erst seit ca. dem ersten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung – bis dahin existierten als Objekte der Verehrung lediglich nicht-ikonische Symbole wie Reliquien, Fußabdrücke und der Bodhibaum. Mangels jeglicher gegenständlicher Darstellung des Buddha war also die Stupa zunächst das einzige Objekt religiöser Verehrung im Buddhismus. Das Monument galt nicht in erster Linie als Reliquienschrein oder Denkmal, sondern als Verkörperung der Essenz des erleuchteten Geistes. Vor dieser Stupa selbst wurden von Anfang an Gebete verrichtet und Verehrungsrituale vorgenommen.

Die umseitige Darstellung ist traditionell. Auf Höhe der Spitze der Stupa, deren Form als außerordentlich segensreich gilt, ist das sog. Ushnisha-Mantra aufgeführt, das Tibeter traditionellerweise über ihre Eingangstür hängen, damit alle, die darunter hindurchgehen, dessen Segen erfahren (wie das Kleingeschriebene direkt darunter besagt; ein solches Vorgehen empfiehlt sich auch hier bei uns, selbst wenn vielleicht besser von innen, um Befremdung bei anderen zu vermeiden). Es lautet OM PEMO USHNISHA BIMALE HUNG PHEI

Links darunter ist ein kreisförmiges Schutzmantra in einer stark stilisierten Sanskrit-Schreibweise, rechts daneben das Mantra von Chenrezig OM MANI PEME HUNG SHRI, dessen häufige Rezitation einen liebevoll und mitfühlend macht. Im Körper der Stupa ist zunächst das Mantra des Entstehens in gegenseitiger Abhängigkeit, gefolgt von verschiedenen Zitaten, beispielsweise aus dem Pratimoksha-Sutra, aufgeführt. Kurz: Dieses Bild zu betrachten, es zu berühren oder darunter durchzugehen gilt als außerordentlich segensvoll.

 

 

 

 

 

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