Tashi Verlag
für buddhistische Literatur

 

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Der Ausweg (Roman)

Im Herbst 1977 verläßt der deutsche Arzt Carl seine Heimat auf unbestimmte Zeit und geht zunächst nach Indien, von wo aus er später auf abenteuerlichen Umwegen nach Nepal gelangt; er hat sich quasi eine ,Auszeit’ genommen, um sein aus den Fugen geratenes Privatleben, aber auch seine Vergangenheit, die ganz unter dem Zeichen seiner aktiv an der Judenverfolgung durch die Nationalsozialisten beteiligten Eltern steht, aufzuarbeiten.

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Durch die Konfrontation mit dem Elend der Slumbewohner von Bombay und Calcutta gewinnt er etwas Abstand von seiner Lebenssituation: So kann er Zugang zur in den 70er Jahren bei uns noch nahezu völlig fremden Denkweise der Bewohner des indischen Subkontinents gewinnen. Durch Begegnungen mit den Einheimischen, insbesondere mit Tibetern - Nomaden, Händlern, Freiheitskämpfern, religiösen Würdenträgern und schließlich auch einer jungen Frau [angedeutete zarte Liebesgeschichte] - wird er immer offener für die Spiritualität dieser Menschen. Er versteht zunehmend, daß die buddhistische Religion - im Gegensatz zur einige Jahre zuvor von der Flower-Power-Bewegung vereinnahmten, mit verschiedenen Elementen der Zeitströmung vermengten Geisteshaltung - kein exotischer Humbug ist, sondern vielmehr Entwicklungswege beschreibt, die auch ihm den Zugang zu seinem Wesenskern ebnen kann. Gegen Ende des Buches erhält Carl einfache Meditationsanweisungen von einem hohen tibetischen Lama. Als die Wunden seiner Vergangenheit zumindestens oberflächlich vernarbt sind, reist er schließlich zurück nach Deutschland. Das Ende bleibt zwar offen; aber eine eingeflochtene Rahmenhandlung - zwanzig Jahre später reist der Protagonist wieder nach Nepal - macht deutlich, daß Carl damals die Tibeterin geheiratet und mit nach Deutschland genommen haben muß.

Minutiös und einfühlsam zeichnet der Verfasser - selbst niedergelassener Psychologe und Psychotherapeut mit vieljähriger Berufserfahrung - die Entwicklung des zur Zeit der Handlung 36-jährigen deutschen Arztes über einen Zeitraum von etwa einem halben Jahr nach. Da der Autor nahezu ein Jahrzehnt lang in Indien und Nepal gelebt hat und die Menschen dort - insbesondere die Tibeter und ihre hohen Lamas - schon über die tibetische Sprache sehr gut kennt, gelang es ihm, die Verhältnisse in der Himalaya-Region vor beinahe einem Vierteljahrhundert sachkundig und sehr anschaulich zu beschreiben.

In diesem Buch wird nicht nur eine überzeugende, gut nachvollziehbare Darstellung einer Persönlichkeitsreifung bzw. -heilung in der Tradition eines klassischen Entwicklungsromans geleistet; es gelingt dem Verfasser überdies, das zunehmende Vertrautwerden seiner Romanfigur mit dessen Wesen in überzeugender Weise mit buddhistischen Auffassungen in Einklang zu bringen - dies allerdings nicht trocken und akademisch, sondern in Form einer Erzählung, die neben diversen Rückblenden auch abenteuerliche Elemente, fesselnde Reisebeschreibungen sowie eine ansprechende romantische Episode enthält.

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  Leseprobe:  
Seite 39ff

Der Tashi-Verlag freut sich, seinen Lesern diesen anspruchsvollen und informativen Roman unentgeltlich (d.h. nur zu den üblichen Portogebühren von derzeit 1.40 Euro für eine Büchersendung sowie 1 Euro für die Verpackung) zukommen lassen zu können. Machen Sie von diesem Angebot bitte auch Ihren Freunden und Bekannten Mitteilung. Und scheuen Sie sich bitte auch nicht, diesen Roman selbst zu wiederholten Malen bei uns unentgeltlich zu bestellen. Der Roman Der Ausweg ist besonders als Geschenk für Leser geeignet, die bislang noch keine Berührung mit dem Tibetischen Buddhismus gehabt haben oder ihm zwar nahestehen, ohne sich jedoch bereits eingehender mit ihm befassen zu können.

 

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